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Sonntag, 25. März 2012

Vegane Gourmets ;-)

Was serviert man lieben Menschen, die man zum Essen eingeladen hat, die allerdings über eine Vielzahl von Lebensmittelunverträglichkeiten verfügen?

Vor dieses  Problem war ich heute wieder gestellt.

Ich wollte und sollte vermeiden: Milchprodukte, Hefe, Knoblauch, Sellerie, Zwiebel, Soja in allen Formen und als Bestandteil wie Sojalecithin, Ei und Gluten.
Meine Lösung: Antipasti und zum Dessert ein selbstgemachtes Fruchtsorbet mit Crepes.

Antipasti konnte ich am Abend zuvor vorbereiten. Zucchini, Paprika, Möhren und Pilze wanderten nacheinander in die Grillpfanne und wurden angebraten. Die Aubergine ereilte das gleiche Schicksal nachdem ich sie zuvor gesalzen hatte und die ausgetretene Flüssigkeit nach etwa einer halben Stunde abgetupft hatte. Das soll die Bitterstoffe entziehen.
Gewürzt habe ich mit Marinaden aus Zitronensaft oder Himbeeressig, Olivenöl, Zucker, Salz und Pfeffer. Frischer Bärlauch und Thymian fanden sich auch schon im Garten. Ein veganes Pesto von Rapunzel marinerte die Möhrenstifte.
Das war der Schlemmerei erster Streich.


Das Sorbet habe ich ebenfalls am Vorabend zubereitet. Man nehme 750g Tiefkühlfrüchte und taue sie auf. Dann braucht man Ausdauer oder einen Mann, der sich opfert ;-), die inzwischen pürierte Fruchtmatsche durch ein Sieb zu streichen.
Ich habe dann noch 70 (- 100) g Puderzucker in 125 ml Saft aufgelöst, 1 EL Zitronensaft zugefügt und untergerührt.
In Ermangelung einer Eismaschine wanderte alles in eine flache Plastikdose und mußte eigentlich alle ein bis 1 1/2 Stunden mit einer Gabel durchmengt werden. Ich war gestern zu müde und schoß deshalb heute Morgen wie vom Bettfloh gepiekst aus den Federn. Mein heutiges Sorbet war also eher grob in den Kristallen und war eher ein Granita. lecker war es trotzdem ;-).

Die Crepes waren eine Herausforderung. Ich mache Crepes und Pfannkuchen sonst nach Gefühl. Nun habe ich während der Zubereitung mal Mengenangaben notiert:
80g ALSAN-S (eine Pflanzenmargarine): auf dem Herd bei niedriger Temperatur schmelzen lassen;
250 g Mehl (Maismehl von Schär. Mix C für Kuchen und Kekse);
25 g Pfeilwurzelmehl (BindeFix Backen von BIOVEGAN);
1 Päckchen Vanillezucker;
1 kräftige Prise Salz (das Maismehl verträgt wohl etwas mehr Salz als anderes Mehl);
Reisdrink und Mineralwasser habe ich zugegossen bis der Teig zähflüssig war.
Dann habe ich ihn eine halbe Stunde in Frieden gelassen.

Für den ersten Crepe habe ich die Pfanne noch geölt. Später nicht mehr.

Den pfannenfrischen Crepe habe ich sofort mit Puderzucker bestäubt und dann zweimal zum Dreick gefaltet.

Das war der Schlemmerei zweiter Teil.

Meine Gäste sind satt und zufrieden gegangen ;-).

Viel Spaß beim Nachkochen und Experimentieren!

1 Kommentar:

  1. Also trotz der schwierigen Aufgabenstellung, die du ja wirklich hattest, hast du etwas köstliches gezaubert!
    Besonders die Crepes hören sich ja richtig lecker an...und Crepes ohne Milch und Ei zaubern, das ist schon echt eine Kunst für sich!
    Aber pass auf, die Gäste kommen nun evtl. jede Woche wieder ♥
    Liebe Grüße,
    Susa

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